WEITERE BEITRÄGE DES AUTORS: IVAN MEČL

  • ICH BIN NÄMLICH AUF KEINEN WEG GELANGT / 1/2010 / grayscale
    Manchmal entdecken wir die Autoren unserer Zeitschrift auf ungewöhnliche Weise. Ich scheine Glück mit solchen zu haben, die an einer Veröffentlichung gar nicht interessiert sind. Die Arbeiten von Veronika Vomáčková wurden uns von ihrer Mutter angeboten. Erst rief sie in der Redaktion an, dann...
  • YUNSHENGS SPRACHE DER LIEBE / 1/2010 / grayscale
    Zhao Yunsheng ist das genaue Gegenteil des stereotypisierten Bildes eines zeitgenössischen chinesischen Künstlers. Kein abgemagerter Zopfträger mit Brille und Kinnbärtchen, ironischem Blick und gelegentlichem Sakko. Yunsheng hat einen bulligen Körper, das Gemüt eines Pandas und einen runden...
  • ÜBER DAS JAHR 1989 UND DIE SYSTEME, DIE ICH ERLEBTE / 1/2010
    Zum Opfer des Konsums wird alles, was wir über den Rahmen unserer Lebensbedürfnisse verwenden und entwerten. Der Konsumprozess bedeutet eine Entwertung materieller und immaterieller Ressourcen. Dass das aber auch für Gedanken gilt, war eine Überraschung. Als Reaktion auf das Gefeiere um den...
  • GROßANGRIFF AUF DIE GROßEN MEISTER ODER DIE ÖSTLICHE DESTRUKTION WESTLICHER WERTE / 1/2010
    ... Klingt das nicht super? Wir hier im Westen können tolle Sätze formulieren, wenn es um Fortschritt oder Verfall geht. Dies ist einer meiner ersten Beiträge zum Thema Das Ende des westlichen Konzepts, das ich mir selbst ausgedacht habe. Ich erzähle keinen Blödsinn! Wir machen daraus ein...
  • JA ODER NEIN / 2/2008 / editorial
    Die Ausstellung der artivistischen Gruppe Guma Guar in der Galerie der Hauptstadt Prag wurde beschädigt, angeblich von unbekannten Bilderstürmern. Über die darauffolgende Schließung der Ausstellung kursieren konspirative Theorien. Nachdem das Kuratorium dieser Institution beschlossen hatte, die...
  • OFFSIDE - NIEMALS SOLLEN WIR AUFHÖREN ZU WIEDERHOLEN, DASS DIE KUNST ANDERSWO IST. DAS LEBEN IST AUCH ANDERSWO. / 2/2008 / offside
    Was verbindet zeitgenössische Künstler? Die Distanz von der eigenen Kunst, die Anwendung der Strategien des Managements und das Verständnis seiner Regeln. Sofern sie von ihrer Kunst leben wollen, dann bleibt ihnen auch nichts anderes übrig. Die kulturell hochstehenden Länder basieren auf...
  • DIE THC-REVUE – VERSCHMÄHTE VERGANGENHEIT / 2/2008 / offside - hanfverse
    Wir sind der fünfte Erdteil! Pítr Dragota und Viki Shock, Genialitätsfragmente (Fragmenty geniality), Mai/Juni 1997 Viki kam eigentlich vorbei, um mir Zeichnungen und Collagen zu zeigen. Nur so zur Ergänzung ließ er mich die im Samizdat (Selbstverlag) entstandene THC-Revue von Ende der...
  • DIE ZWEITE KULTUR IN DEN USA / 2/2008 / aktivismus
    Kohouts Performances sind leicht verständlich und verfügen über genügend Humor. Dem Zuschauer sind sie dennoch wegen dem rohem Fleisch und Schmutz unangenehm. Oder vielleicht einfach aufgrund der unangenehmen Themen. Seine erste Performance spielte sich zu Beginn der Achtziger in der...
  • GESÄTTIGT, ÜBERFÜLLT, INNERLICH FREI. / 2/2008 / interview
    Die gegenwärtige gesellschaftliche Situation ist weit komplizierter und trügerischer als jedes noch so raffinierte Regime der Linken und der Rechten in den vergangenen Jahrhunderten. Damals war es immer möglich festzustellen und zu überprüfen, was gut und was böse ist. In unserer Zeit kann...
  • VISION EINER TSCHECHISCHEN KULTURAPOKALYPSE IN ZWEI BILDERN / 2/2008 / pessimismus.cz
    Liebe Leser. Ich habe für Sie zwei neue literarische Werke ausgewählt, die vermeintliche Vorhersagen eines moralischen und künstlerischen Niedergangs der kleinen mitteleuropäischen postslawischen Region behandeln, die von Westen vom neokultischen Deutschland-Österreich und von Osten vom...
  • WIR ALLE WOLLEN EINEN SUV / 1/2008 / editorial
    Wir arbeiten wie erwachsene Menschen und sind dennoch mehr als je zuvor Kind geblieben. Wir umgeben uns mit tragbarem Zauberzeug und wissen nicht, womit wir eigentlich hantieren. Wir versuchen in Sicherheit zu leben, ohne zu wissen, woraus diese besteht. Viele von uns haben ihre Zeit verloren und...
  • EIN INTERVIEW MIT MIKE HOLLANDS / 1/2008 / interview
    „Man muss die Hand von jemandem dreimal schütteln und der Person dabei fest in die Augen sehen. So schafft man es, sich den Namen von jemandem mit Sicherheit zu merken. Ich hab’ mir auf diese Art die Namen von 5.000 Leuten im Horse Hospital gemerkt”, erzählte mir Jim Hollands. Hollands ist...
  • DIE KUNSTWELT / 1/2008
    Artworld Feinkost Gallery, Berlin, November 25, 2007 to January 10, 2008 Ad Reinhardt, Alan Phelan, Balthasar Burkhard, Ben Gavin, Charles Gute, Christian Jankowski, IRWIN, Luchezar Boyadjiev, Matthieu Laurette, Pablo Helguera, Rainer Ganahl, REP Group, SOSka Group, et al. „Das war unsere...
  • DER MYTHOS VON DER WELT DER KUNST / 1/2008 / mythen
    Seit Kunst ein Bereich, ein System, eine Firma geworden ist, frage ich mich, wie wir da raus kommen. In der Berliner Galerie Feinkost ging kürzlich eine Ausstellung mit dem scheinbar hochgestochenen Titel „Art World“ zu Ende. Es war aber nicht eine didaktische Ausstellung über große...
  • DAS UNSICHTBARE PARLAMENT / 4/2007
    ein potemkinsches dorf in brüssel „Kein Mensch kapiert, was das Europa-Parlament ist“ Robert Birnbaum Anfang der Neunziger Jahre deutete der Philosoph Mirek Vodrážka in seinen von Laotse inspirierten Texten an, dass die beste Macht die sei, von der der Bürger nicht weiß, dass er sie hat....
  • WIR ALLE WOLLEN EINEN SUV / 4/2007 / editorial
    Die Europäische Union ist nicht für regionale Kulturinteressen gegründet worden, sondern für den freien Fluss der grenzüberschreitenden Investitionen. Besitzt man ein volles Portemonnaie oder eine Kreditkarte, ist man eine Investition. Weil bei einem EU-Bürger dies vorausgesetzt wird, kann...
  • NACH DER KATASTROPHE - EIN VETERAN DER 90ER JAHRE BEICHTET / 3/2006
    Im tschechischen Fernsehen sah ich eine Diskussion zwischen Vertretern der jüngsten Generation der zeitgenössischen Kunst. Danach hatte ich das Gefühl, eine nukleare Katastrophe erlebt zu haben, die so um 2001 stattgefunden haben muss. Die nachrevolutionären neunziger Jahre sind irgendwie...